Da ich zur Zeit sowieso auf der Suche nach einem neuen Mobiltelefon bin, war es recht informativ, heute einen Bekannten in den EPlus-Laden zu begleiten. Bei ihm, Vertragsverlängerung und so, bei mir, mal einen haptischen Eindruck versuchen, den mir die Internetrecherche ja leider vorenthält. Leider sind heutzutage großteils Dummys ausgestellt, aber ein paar Geräte waren ja da.
Aber zum Punkt: Ich werde alt. Und, ich bin noch nicht im Smartphonezeitalter angekommen.
„Das hier ist ja schon ein halbes Jahr alt, naja, nicht mehr das neueste eben“ – Aha. Ziemlich schnelllebig dieser Handymarkt, ich habe meins schon seit fast drei Jahren.
„Das hier ist in der selben Preisklasse, aber hat immerhin eien 1GHz Prozessor, nicht nur 800.“ – Mein erster PC hatte 400, mein jetziger 2,2 GHz. Wie lange es wohl noch dauert bis das erreicht ist?
„Und Betriebssystem, Android. Mit dem kann man einfach am meisten machen. Und meine Freundin hat das auch, das ist schon schnell und so“

Am Ende entschied sich mein Bekannter für ein Sony Ericsson. Ich habe immernoch keine Ahnung was ich mir kaufen soll. Der Witz: Der Verkäufer konnte mir nicht mal sagen was das Mobiltelefon kostet. 10€ im Monat eben.

Nun wohne ich ja schon eine Zeit lang nicht mehr im schönen Selb. Lese auch die Frankenpost nicht regelmäßig. Aber alle paar Wochen verschlägt es mich doch wieder in die Heimat. Und in letzter Zeit hörte ich viel über die geplante Reaktivierung der Bahnline Selb – Asch. Goile Idee was? Endlich brauch ich kein Auto mehr um tanken, einkaufen und .. ähm, ja, was man(N) eben noch so in Tschechien macht, zu fahren. Ähm. Was? Was möchte ich denn mit dem Zug in Asch? Spielkasino?

Die Zugverbindungen von Deutschland nach Tschechien sind ja wirklich nicht gerade toll ausgebaut. Aber ob so eine Bummelbahn was bringt?
Wie erwähnt, ich wohne nicht mehr in Selb. Daher bin ich nicht auf dem Laufenden was Zahlen angeht. Wie viel das Projekt kosten soll, wie viele Einnahmen man sich erhofft, wer die Strecke betreiben soll, und so weiter, und so weiter.Ich möchte hier auch gar nicht nachdenken über Pro und Contra der Bahnlinie Selb – Asch. Ich möchte mir nur ein paar Gedanken machen zum Plakat das ich heute kurz vor meiner Abreise fast überfahren hätte vor Lachschreckkrampf.


“Selber richtig rechnen!”
-> Hui, was ein Schenkelklopfer die Selber Bevölkerung mit diesem Wortspiel direkt anzusprechen.

“Die Bahn bringt Geld nach Selb!” Man beachte, schon wieder ein Ausrufezeichen (!). Ansonsten eine Aussage ohne Begründung, aber die wird ja im dritten Abschnitt, gut lesbar in Grau nachgeliefert:

“Die Bahn bringt millionenschwere Investitionen nach Selb. Davon profitieren wir alle – nicht nur finanziell.”
Siehe da, kein ! mehr, ein . muss herhalten.Ich finde der Satz hätte auch heißen können: “Die Wildbrücke an der A93 bringt millionenschwere Investitionen nach [hier Namen einfügen]. Davon profitieren wir alle – nicht nur finanziell” Also für mich heißt das, im Klartext: Solange gebaut wird haben die Baufirmen zu tun, Arbeitsplätze werden gesichert, Geld fließt in die Kassen… und hey, wenn das Teil am Ende sinnlos gebaut wurde, na und? Hat immerhin ne Zeit lang Geld gebracht. Wir musstens ja nicht zahlen? … Stimmt, wer zahlt sowas eigentlich?
Naja, immerhin ich nicht, soviel ist sicher.

“Darum: Wem Selb am Herzen liegt, stimmt für die Bahn.”
Find ich gut. Müsste ich also eigentlich auch für die Bahn stimmen. Darf ich nur leider nicht.
Außerdem: Jeder macht Schulden. Wikipedia sagt mir gerade, Bayern hatte am 31. Dezember 2009 28,9 Mrd. € Schulden. Dat sind n paaaaar Kästen Bier. Deutschland hat wohl so um die 2000 Mrd. € Schulden, behaupten die hier, aber das ja mal alles Peanuts im Vergleich mit den USA und ihren rund 14000 Mrd. $. Also, wen solls denn jucken wenn so eine Kleinstadt wie Selb ein paar Millionen mehr oder weniger hat..

 

 

 

Jetzt war der Post hier so lange als Draft da gestanden, das sogar die Abstimmung schon war! Und zwar gestern! Wie ist sie denn ausgegangen?

Am schönen Längenauer Wartberg, auf einem Schutthaufen … hier genaueres

 

“Wieso hat der denn ein Handtuch um?”
“Weil heute Handtuchtag ist.”

 

Schlechtes Wetter? Dann ist vielleicht nicht gerade der beste Moment zu einem Deaddrop zu gehn. Deaddrops, die toten Briefkästen des Web 2.0, eingemauerte USB-Sticks, das Gegenteil des ‚always online‘-Trends. File Sharing auf eine andere Weise, die Gefahr erwischt zu werden neu erlebt. Nicht sicher, aber spannend. Doch zum traditionellen Datenaustausch sind sie wohl nicht gedacht. Beim Besuch einer Nürnberger Deaddrops zeigt sich: Gar nicht so leicht zu finden die Teile! Und ein USB-Verlängerungskabel ist eindeutig von Vorteil. Auf dem DD fanden sich nicht die Daten die man vielleicht erwartet hätte, kein konventionelles Filesharing-Gedöns, keine Top Ten Charts, keine Pornographie. Vielmehr hat man den Eindruck DD’s inspirieren die Nutzer etwas ganz besonderes darauf zu speichern. Die Musik der kleinen, unbekannten Band aus dem Viertel, eigenen Content, selbst Produziertes Material mit künstlerischem Anspruch. Letztendlich natürlich alles Geschmacksache.

Nach über einem Jahr Pause muss endlich mal wieder was passieren hier!
(Meine damit mich, meine Posts, nicht die von DaniFilth)
Selbst in den Semesterferien, welche seit einer Woche wieder vorbei sind, hatte ich nicht die Lust dazu etwas am Blog zu machen. Aber: Selb zieht einen auch runter. Dort angekommen musste ich feststellen das die Innenstadt mal wieder um ein paar Häuser ärmer geworden war. Aber auch so ein Anlass macht nicht direkt Lust darüber zu schreiben. Doch nun denke ich mir, lieber wieder regelmäßig großteils sinnfreie Blogeinträge posten, als an anderer Stelle sinnlose Artikel offline. Also los!
Für die nächste Zeit habe ich immerhin so manch Idee, versprechen kann ich jedoch nichts. Nur das ich mir mindestens einen Eintrag pro Woche vorgenommen habe. Hoffentlich wird auch was draus.

In diesem Sinne, bis bald.